rC3 - Wir war'n dabei.

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Im Jahr 2020 war alles anders. Leider. Normalerweise treffen sich zwischen dem 27.12. und 30.12. jĂ€hrlich viele technikbegeisterte Leute. - Nicht so dieses Mal. Kein Treffen in Leipzig. Aber anstelle den “Sand in den Kopf zu stecken” hat der Chaos Computer Club eine geniale Lösung gefunden: Wenn da schon so viele technikaffine Menschen durch die Gegend laufen, dann treffen wir uns doch im #Neuland. Wir ließen uns nicht lange bitten und sind dem Ruf gefolgt.

Remote Chaos Experience (RC3)

Unter diesem digitalen Banner fand also der Kongress statt.
Wir fanden eine liebevoll gestaltete 2D-Welt. Viele, viele Gleichgesinnte und “Wir wollten uns das mal anschauen”-EnittĂ€ten.
So gab es eine einfache Möglichkeit mit anderen ins GesprÀch zu kommen: Einfach daneben stellen, warten bis ein Kreis auf dem Boden erscheint und die Videochat-Verbindung aufgebaut wird.
Auch Online gibt es Regeln. Hier waren das:

  • Be excelent to each other.
  • All Creatures welcome
  • und die 1-10 Regel. (1x am Tag duschen, 2x am Tag eine vernĂŒnftige Malzeit, 6h Schlaf und 10 Minuten frische Luft)
  • Und inoffiziel (Don’t pull [academic] Ranks)

Wir waren alle willkommen, nett zueinander und gleich.
In der “World” entstand schnell ein richtiges Gweusel. Dort waren nicht nur Leute zum reden, sondern auch Assemblys (Möglichkeiten fĂŒr Chaos-Treffs und Hackerspaces sich vorzustellen). ZugĂ€nge waren oft Fairydusts, Stargates und TARDISe. Ein Paradies fĂŒr Nerds.

Let there be Chaos…

Nach der Eröffnungszeremonie der Mitorganisatorin “blubbel” mit einer RĂŒckschau auf 2020 und einem Blick nach vorne gab Sie den Startschuss zur Eröffnung der World. Und sie kamen alle und wollten die neue Welt erkunden. Wir fanden…

… and there was Chaos

… HTTP 404 - Leere und Verbindungsabrisse. Durch die vielen Versuche sich in die World zu begeben waren die Server so stark gefordert, dass nicht mehr alle Teilnehmer bedient werden konnten. Leider sind auch alle Besucher zuerst in der gleichen Instanz gelandet. Das war zuviel fĂŒr den Armen.
Aber, die Probleme waren schnell behoben. Die Neuigkeit machte die Runde und Alle kamen wieder.

Live? Live! re-Live.

Wie jedes Jahr gab es auch wieder jede Menge interessante VortrĂ€ge. Egal ob technisch, sozial oder witzig. FĂŒr jeden war was dabei.
Wie wie so oft gab es auch Neider die das Paradies stören wollten. So gab es die ein oder andere DDoS-Atacke um unser Treffen zu beenden. Die Angreifer haben ihre Rechnung aber ohne die Byte-Ritter des CCC gemacht. Innerhalb kurzer Zeit war der Spuk vorbei und alles lief wieder wie es sollte.
Durch die Störaktion waren leider ein paar VortrĂ€ge nicht ganz im Livestream verfĂŒgbar. Hier hieß die Lösung re-Live. Also ein kurz danach verfĂŒgbarer Rohschnitt.
Jetzt sind die meisten VortrĂ€ge fertig geschitten, in verschiedene Sprachen ĂŒbersetzt, teilweise mit Untertiteln versehen und auf media.ccc.de verfĂŒgbar.

Offen fĂŒr Alle

Chaos-Hip - Das Gruppenbild
Wir haben uns die Gelegenheit der World nicht entgehen lassen.
Hier gab es die Möglichkeit an verschiedenen Orten öffentliche Videokonferenzen zu erstellen. In einer Ecke in der Franconian-Assembly haben wir uns kurzerhand ein paar digitale SitzsĂ€cke geschnappt und haben dort unseren letzten regelmĂ€ĂŸigen Chaos-Treff im Jahr 2020 abgehalten. Wir haben uns ĂŒber ein paar Besucher gefreut. Ab und zu ist mal Jemand aufgeploppt, hat geguckt und ist gleich wieder verschwunden. Schade.
Nicht alles dreht sich hier um Technik. Bei Franken geht es natĂŒrlich auch mal ums Bier. Immerhin konnten wir eine Frage nach einem bestimmten Rauchbier beantworten.

Das Ende ist Nah

Alles Gute hat auch mal ein ein Ende. blubbel, die die Remote Chaos Experience eröffnet hat, hielt auch die Closing Session.
Danach tauchten am 30.12 ab 0 Uhr immer mehr digitale Löcher im Boden und Absperrungen auf. Immer mehr ZugÀnge zu den Assemblys gingen kaputt. Zerbrochene Stargates und umgekippte TARDISe.
Um 5 Uhr in der frĂŒh war dann Schluss. In der World gingen die Lichter aus, alle flogen raus.
Im InfrastrukturrĂŒckblick gab es dann noch ein paar Anektoden der Helfer und Zahlen zu den Servern.

  • ~ 1700 CPU-Kerne
  • ~ 9TB RAM
  • ~ 40 GBit Serveranbindung
  • 1 tote SSD und
  • 5 kaputte RAID-Controller

Ned schlechd, sag i da.

Aufbruch in ein neues Jahr

GestÀrkt durch viele tolle GesprÀche gehen wir jetzt in das Jahr 2021. Egal was kommt, eine Gewissheit bleibt: We are not alone.

In diesem Sinne: Auf geht’s.

Euer etwas42


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Bastler